Anwendung 1: nicht haltbare Serien erkennen
Sammelt eine Mannschaft viel mehr Punkte, als ihr kumulierter xG-Wert nahelegt, gibt es zwei Möglichkeiten: sie ist außergewöhnlich in der Chancenverwertung, oder sie lebt von einer Serie. Das Zweite ist häufiger. Diese Mannschaft ist meist vom Markt überbewertet, der die Tabelle anschaut und nicht die Qualität der Chancen.
Anwendung 2: die Torlinie spielen
Der kombinierte xG-Wert beider Mannschaften, mit Heim und Auswärts getrennt, ist ein natürlicher Einstieg in den Over/Under-Markt. Zwei Mannschaften, die viel erspielen und viel zulassen, drücken die Linie nach oben, und manchmal braucht der Buchmacher Zeit, das abzubilden, wenn die letzten Ergebnisse torarm waren.

Anwendung 3: einen Trainerwechsel lesen
xG reagiert früher als die Ergebnisse. Eine Mannschaft mit neuem Trainer kann weiter verlieren, während ihre Chancen sich schon verbessert haben. Dort gibt es ein kurzes Fenster, in dem der Preis noch die Vergangenheit abbildet und das Spiel sich schon geändert hat.
Fehler 1: den xG-Wert eines einzelnen Spiels anschauen
In neunzig Minuten regiert das Rauschen. Ein verschossener Elfmeter, ein Abpraller, eine frühe rote Karte: jedes davon verzerrt die Zahl. Der xG-Wert eines Spiels ist eine Anekdote; der von fünfzehn eine Tendenz. Niemand sollte auf den xG-Wert des letzten Spieltags wetten.
Fehler 2: es ohne Blick auf die Quote nutzen
Der teuerste und häufigste Fehler. Die beste Mannschaft nach xG zu finden, hilft nicht, wenn der Markt das schon weiß und im Preis hat. Die Frage ist nicht, wer besser spielt, sondern ob der Preis mehr zahlt, als die Wahrscheinlichkeit rechtfertigt.
Wo wir es veröffentlicht haben
Unsere kostenlosen Prognosen nutzen xG unter anderen Variablen und erscheinen mit Mindestquote, damit der Vergleich gegen einen Preis läuft und nicht gegen ein Gefühl. Die Bilanz bleibt öffentlich, ob gewonnen oder verloren.